Pressemitteilung // Frankfurt am Main, Backnang // 10. Oktober 2017

euromicron-Tochter telent gewinnt IoT-Rahmenvertrag bei der Deutschen Bahn

Predictive Maintenance sorgt für pünktliche Züge

telent – ein Unternehmen der euromicron-Gruppe – wird in den kommenden drei Jahren die Deutsche Bahn AG mit intelligenten Mehrkanal-Messsystemen beliefern und diese an rund 7.000 Weichen implementieren. Vorteil für die Bahn: Statt auf einen Ausfall oder Störungen an einer Weiche erst im Nachhinein reagieren zu können, erkennt die telent IoT-Lösung mögliche Defekte, bevor diese tatsächlich eintreten. Möglich macht dies eine zentrale Fernüberwachung der Weichenantriebe. Projektpartner von telent ist die niederländische Strukton Systems, deren Mehrkanal-Messsysteme die relevanten Daten messen, digitalisieren und verarbeiten.

Bahnreisende sind auf pünktliche Züge im Fernverkehr zwingend angewiesen. Pünktliche ICE- und IC-Verbindungen setzen eine sichere und zuverlässige Infrastruktur voraus. Fällt z. B. eine Weiche an einer Hauptverkehrsstrecke aus, kann dies den gesamten Fahrplan durcheinanderbringen: Reisende kommen zu spät zu ihren Terminen, verpassen Anschlusszüge – und dem Bahnbetreiber entstehen hohe Kosten für die kurzfristige Instandsetzung. Um die Pünktlichkeit ihrer Züge weiter zu verbessern und die Verfügbarkeit ihres Netzbetriebs zu optimieren, setzt die Deutsche Bahn AG künftig auf vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) ihrer Weichensteuerung. Am Verbindungskabel zum Weichenantrieb wird dazu im Stellwerk der Stromimpuls gemessen. Spezielle Sensoren erfassen an relevanten Teilen der Weichensteuerung zudem Zustandsdaten, die zentral ausgewertet werden. Mögliche Abweichungen vom Referenzwert, wie sie im Vorfeld von Störungen auftreten, werden von intelligenten Systemen frühzeitig erkannt. Serviceteams können dann die betroffenen Teile vor Ort genauer untersuchen und – vor einem wahrscheinlichen Ausfall – gegebenenfalls austauschen, sodass der Betriebsablauf nicht beeinträchtigt ist.


Foto: Doppelte Gleisverbindung im Bahnhof Weimar mit einer doppelten Kreuzungsweiche (© Copyright Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe)

Als Systemintegrator für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) plant und implementiert telent das komplette Fernüberwachungssystem und stellt die dazugehörenden Dienstleistungen bereit. Die von der Deutschen Bahn AG betriebene Software-Plattform analysiert die von den Dataloggern gesendeten Ist-Daten und gleicht diese mit den Sollwerten ab. Abweichungen weisen auf eine mögliche Beeinträchtigung der Weichenantriebe hin.

Der Rahmenvertrag zwischen telent und der Deutschen Bahn AG umfasst Systemkomponenten, Planungsleistungen, Installation und Inbetriebnahme der Lösung, die insgesamt rund 7.000 Weichenantriebe an deutschlandweit 305 Betriebsstellen überwacht.

„telent ist im Telekommunikationsbereich seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner der Deutschen Bahn AG, dessen Stärke sich insbesondere bei landesweiten Rollouts gezeigt hat. Wir freuen uns über die weitere Zusammenarbeit“, sagt Dirk Bernhardt, Leiter Einkauf Telekommunikation Infrastruktur, Zugbildungsanlagen, Ausrüstung bei der Deutschen Bahn AG. „Mit unserer Internet-of-Things-Lösung können wir zur Pünktlichkeit und zum sicheren Betrieb der Deutschen Bahn AG beitragen. Das Bahnnetz gehört zu den Kritischen Infrastrukturen, die mit höchster Zuverlässigkeit betrieben werden müssen. Wir freuen uns, dass wir mit diesem neuen Auftrag unsere Zusammenarbeit fortsetzen können“, erklärt Jürgen Hansjosten, Vorstand bei euromicron.

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